Hallo Brigitte, hallo Ralf,

ich habe versucht, meine Erfahrungen bei euch so gut es mir möglich war wiederzugeben.
Vielleicht hilft es euch weiter. Das würde mich freuen.
Nochmals vielen Dank für eure wundervolle Arbeit. Von Tag zu Tag erkenne ich mehr und mehr wie schön das Leben sein kann.
Diese 10 Tage bei euch waren die wertvollste Zeit in meinem Leben.

Schon seit langer Zeit hatte ich das unterschwellige Gefühl, dass in meinem Leben irgendetwas nicht stimmte. Es war nicht wirklich greifbar, aber ich merkte doch, dass ich aus dieser Nummer, als was sie sich auch immer entpuppen sollte, nicht mehr alleine herauskam. Die Anmeldung beim SOL Seminar gab Anlass zur Hoffnung. Das spürte ich deutlich.

Voller Vorfreude begann also der erste Abend. Gegen Ende gab es dann die erste praktische Übung. Um an den kommenden Tagen Zeit zu sparen, sollte schon jetzt mögliche Fremdenergie bei den Teilnehmern entfernt werden. Wir teilten uns in kleine Gruppen auf und sollten einzeln mit dem Leiter der jeweiligen Gruppe gemeinsam einen Text sprechen, der mit Willenskraft vorgetragen, die Fremdenergie aus dem System entfernen sollte. Ich selbst riss mich nicht gerade darum, diese Zeremonie durchzuführen und lies erst mal den anderen Teilnehmern den Vortritt. Brigitte roch den Braten sofort und bat mich hervorzutreten. Sie sprach den Text zuerst und nun war ich an der Reihe. Das Sonderbare daran war, dass ich den Mund nicht aufbekam. Meine Gesichtsmuskeln schienen mir nicht mehr zu gehorchen. Je mehr ich es versuchte, desto schwieriger wurde es. Mir lief es eiskalt den Rücken herunter. Mein Gesicht verkrampfte sich immer stärker und ich spürte diese Ohnmacht, etwas zu wollen, aber nicht zu können. Ich war innerlich zerrissen. Trauer, Angst und Wut wechselten immer schneller ihre Vorherrschaft in meiner Gefühlswelt. Brigitte erkannte meine Not und nahm meine Hände. Das gab mir Kraft. Sie ließ nicht locker forderte mich auf Ihr nachzusprechen. Ich tat es, aber ich war schwach. Es waren nur Lippenbekenntnisse. Mir fehlte die eigene Kraft. Mehrmals, immer wieder, sprach ich ihr nach. Ich wurde dadurch ruhiger, wusste aber, dass das nicht das Ende war. Sie würden wiederkommen. Das wusste ich genau und Brigitte vermutlich auch. Sie hatte ihr Bestes gegeben und mir fehlte die Kraft. Es war wie die Ruhe vor dem Sturm.

Mit 1000 Gedanken im Kopf und dunklen Vorahnungen fuhr ich ins Hotel zurück und versuchte den Abend Revue passieren zu lassen und Klarheit für mich zu schaffen. Es gelang mir nicht. Meine Gedanken wurden immer unklarer, hektischer, angstbesetzter und paranoider.

Oder begann ich plötzlich doch klar zu sehen, was hier gespielt wurde? Möglicherweise war das Ganze eine riesige Inszenierung. Es wird vorgegeben, dass dir geholfen wird, dass Fremdenergien entfernt werden, dass du befreit wirst. In Wirklichkeit werden verzweifelte Menschen, die Hilfe suchen, in ein Seminar gelockt und genau hier werden die Fremdenergien implantiert. Es traf mich wie ein Donnerschlag. Diese Erkenntnis lies mir das Blut in den Adern gefrieren. Ich musste so schnell wie möglich von hier verschwinden. Ich hielt es nicht mehr aus. Diese ständigen quälenden Gedanken.

Und die anderen Teilnehmer? Vielleicht ahnten Sie auch, dass hier etwas nicht stimmte. Sollte ich mit Ihnen reden? Aber Moment! Vielleicht gehören Sie dazu, und wissen Bescheid. Es war ausweglos. Was sollte ich machen? Ich musste irgendwie flüchten. Erst mal weg von hier. Aber vielleicht beobachteten Sie mich, wenn ich das Hotel verließ. Das war zu riskant. Ich beschloss zu bleiben. Mein Herz schlug immer schneller. Im Schrank befanden sich glücklicherweise noch drei Bier. Es war der Rest des Vorrats, den ich bei meiner Ankunft gekauft hatte. Die würden mir helfen, die Angst etwas erträglicher zu machen. Das hatte schon früher immer funktioniert. Das erste ging runter wie Öl. Zügig das nächste hinterher. Es dauerte nicht lange bis die Wirkung einsetzte. Langsam wurde ich wieder etwas ruhiger, die Stimmen leiser und ich begann diese Verschwörung anzuzweifeln. Innerlich schwankte ich hin und her. Was war Lüge und was war Wahrheit? Ich konnte es nicht mehr unterscheiden. Die Verwirrung blieb und ich schlief langsam ein.

Am nächsten Morgen fühlte ich mich nicht gut, wusste aber, dass es der richtige Weg war weiterhin das Seminar zu besuchen. Die ersten Übungs-Hypnosen standen heute an. Es ging an den „energetischen Platz“. Das konnte ich dringend gebrauchen, wollte ich doch wieder ins Gleichgewicht gelangen. Voller Hoffnung legte ich mich auf die Liege und wollte einfach nur Kraft sammeln. Kalle begann zu zählen und bei drei sollte ich an meinem energetischen Platz ankommen.

Leider kam ich nirgendwo an. Im Gegenteil: Es schien mir, als flösse die Trauer der gesamten Welt in mein Herz. Tränen füllten meine Augen. Brigitte erkannte sofort was hier los war und übernahm die Hypnose. Immer tiefer und tiefer glitt ich hinein. Ich hörte Brigitte fragen, ob ich einen freien Willen habe, und hörte mich verneinen. Jetzt begann der eigentliche Prozess. Das Geplänkel am letzten Abend war nur ein kleiner Vorgeschmack auf das, was jetzt kommen sollte. Diesmal würde es anders laufen. Es würde viel Kraft kosten, das wusste ich genau, aber mit Brigitte hatte ich eine mächtige Verbündete an meiner Seite. Nun gab es kein Zurück mehr, ich musste bereit sein, es ging um alles. Heute und hier wird es entschieden.

Immer wieder hörte ich Brigitte von der Kraft der hellen Seite sprechen, von der göttlichen, geistigen Welt, die uns bei Seite steht, und immer wieder 1-2-3.

Mein Körper zog sich zusammen, meine Muskeln verkrampfen sich. In mir tobt ein Feuersturm. Mir wurde entsetzlich heiß und kalt zugleich. Wir sprachen gemeinsam 1-2-3. Wieder und wieder. Sie wollten nicht gehen. Ich wusste, Brigitte würde nicht locker lassen bis es vorbei ist.

Nun hörte ich auch Ralfs Stimme, das gab mir Mut. Mein ganzer Körper verkrampfte sich weiter, entspannte sich wieder, verkrampfte erneut. 1-2-3, 1-2-3. Es strengt so an. Aber es musste hier und heute entschieden werden. Ein für alle Mal. Ich spürte wie Brigitte meine Hände nahm, Ralf meine Füße. Das half, gab mir Kraft, die ich so dringend brauchte. Und wieder 1-2-3, 1-2-3. Es wird vorbeigehen. Es erschien mir wie eine Ewigkeit. Plötzlich hörte ich Ralph mit donnernder Stimme: „Und jetzt ist Schluss mit dem Zirkus“. Noch heute hallen diese Worte in mir nach. Augenblicklich entspannte sich mein gesamter Körper und ich wusste das es vorüber war. Ich war endlich frei. Erleichterung, Freude und Dankbarkeit überkamen mich.

Die nächsten Tage fühlte ich mich so glücklich wie seit Kindheitstagen nicht mehr. Und ich lachte und lachte und konnte wollte es nicht stoppen. Es war wunderschön. Auch noch heute, drei Monate später, geht es mir so unglaublich gut und ich erkenne langsam die Tragweite dieses ganzen Transformationsprozesses. Es ist einfach wundervoll.

Liebe Brigitte, lieber Ralf ich danke euch von ganzem Herzen für das unglaubliche Lebensgeschenk, dass ihr mir gegeben habt.

H. aus Deutschland