Liebe Brigitte, lieber Ralf,

ich hoffe, das Schreiben erreicht Euch bei bester Gesundheit. Ich bin Euch unendlich dankbar für die Umsetzung Eurer Ideen, die für mich momentan in der Entwicklung Eurer Methode zum Gespräch mit dem Unterbewusstsein und den unerschöpflichen Möglichkeiten daraus gipfelt. Ich stand vor einem Abgrund und durfte einfach einen anderen Weg wählen.

Zur Belustigung der zukünftigen Seminare kann ich Euch meine im Vorfeld der Hypnose tatsächlich empfundenen Verschwörungstheorien kurz schildern. Ausmalen möchte ich sie nicht mehr, weil es mir heute absurd vorkommt. Aber es fing tatsächlich in der Nacht, nachdem ich mich zu dem Seminar bei Euch angemeldet hatte, mit Alpträumen an. Ich träumte von einem Koffer, den ich im Traum ersteigert hatte. Beim Öffnen dieses Koffers fielen DREI Handpuppen mit geschnitzten Köpfen heraus. Alle drei waren Teufel. (Ich war die Frau mit der Angst vor dem Teufel ;)) Weiter ging es mit Träumen, in denen mein Bauch aufgeschnitten wurde …Drei Wochen vor dem Seminartermin erkrankte ich an einer Mittelohrentzündung u.a. Dank großer Unterstützung meines Mannes reiste ich mit der Erkrankung trotzdem an. Und dann begann das Kopfkino, obwohl ich sicher war, dass ich bei Euch genau richtig bin und mir Hilfe holen kann. Diese Filme sahen so aus: Ich muss nichts mitbringen – muss also dort essen – was wird im Essen sein, das mich für die Hypnose willig macht … Beim Blick auf Ralfs Hände sah ich Narben – darunter Metall – das waren keine menschlichen Hände … Sein Gesicht verzog sich während der Vorträge zeitweise zu einer teuflischen Grimasse … (Sorry) Und natürlich stecken alle unter einer Decke und ich bin hier das Opfer … Ich hatte ständig das Gefühl, den Seminarraum verlassen zu müssen – endlich weg hier. Und so war auch meine Platzwahl – immer alle Türen im Blick und die Fluchtmöglichkeit im Rücken. Den Anamnesebogen hatte ich mit größter Anstrengung schon am Montag abgegeben. Am Dienstag hätte ich es vermutlich nicht mehr getan, da ich immer wieder einmal der Meinung war, dass es mir super geht und ich diesen Quatsch nicht brauche. Allein das Wort „Fremdenergie“ während der ersten Seminartage hat mich fast verrückt gemacht.

Wenn es nicht so ernst gewesen wäre… Heute kann ich auch darüber lachen.
Vor dem Seminar habe ich einen Entwurf für die nächste Skulptur zu Papier gebracht. Der zugerichtete Stein, ein sehr schöner Travertin aus unserer Region, steht bereits seit einigen Wochen in unserer Werkstatt. Ich hatte es fast befürchtet und zugleich erhofft. Das Thema „Schrei nach Liebe“ muss ich nicht mehr in Stein umsetzen. Die Liebe ist in mir und ich fühle sie. Ich bin wieder in der Entwurfsphase angekommen. Ich darf mich mit neuen Themen beschäftigen.

Das Leben ist ein wunderbares Abenteuer! Danke!

Mit herzlichen Grüßen und den besten Wünschen für Euch

S. aus Deutschland