Am 25.8. mache ich mich auf, nach Mönchengladbach zum Hypnose Intensivseminar und bin gespannt und skeptisch, was mich dort erwartet. Alles was ich bis zu diesem Zeitpunkt über die die SOL Hypnose gelesen und gehört habe, klingt so unwahrscheinlich, dass ich es schwer annehmen kann. So beziehe ich mein Zimmer und laufe zu Fuß nach Wickrathberg. Dort angekommen begrüßt mich als erstes Brigitte und ich fühle mich total wohl in der schönen Atmosphäre des Guts Alt Finkenberg. Ein erstes Beschnuppern der anderen Teilnehmer findet statt und ich bin erstaunt, aus welchen unterschiedlichen Bereichen die Teilnehmer kommen. Immer wieder im Seminar erlebe ich mich als Exot aus der Schulmedizin. Ralf und Brigitte nehmen sich aber meiner Thematik voll an und ich bemerke, dass es ihnen ein Bedürfnis ist, mir und damit meinen Patienten zu helfen. Wir entwickeln gemeinsam am 4. Tag ein Konzept, um mittels Wirksuggestion die Strahlentherapie und deren Nebenwirkungen für unsere Patienten zu erleichtern.

Immer wieder kreisen meine Gedanken um die Energien, die in und um uns sind. Scheinbar können andere Teilnehmer diese Energien sehen oder spüren. Auch von Fremdenergien ist die Rede. Alles klingt für mich eher beängstigend. Abends in meinem Zimmer kommt immer wieder der Gedanke, ich gehöre hier nicht hin. Warum ist für andere Teilnehmer so klar, dass unsere Seele unsterblich ist?

Warum klingt da alles so einfach? Was hat die allumfassende bedingungslose Liebe mit meinen Problemen oder mit der Ursache für Krankheiten zu tun? Irgendwie scheint auch mein Körper sich nicht so recht wohl zu fühlen, mein Bauch fühlt sich wie ein Luftballon an. Das Laufen tut mir gut. Den Fußweg gehen wir nun gemeinsam mit einem anderen Kursteilnehmer. Man kommt ins Gespräch und merkt irgendwie, dass es doch Gemeinsamkeiten gibt. Am Mittwoch sollen wir unsere Fragebögen abgeben. Was schreibe ich? Wenn es wirklich hilft, möchte ich nichts vergessen. Ja und auch da reagiert mein Körper, so als ob er mir sagen will, was ich vielleicht nicht erwähnt habe.

Am Mittwochmorgen dann die Nachricht, dass ein Kursteilnehmer das Seminar verlässt. Ich denke, er macht es richtig. Es geht ihm zu nah! Dann auch immer wieder die Frage, welche positive Ressource ist die richtige für mich! Ich suche nach einem Gefühl, dass mich mit meiner Mutter vereint und finde keins. Auch der Wunsch, die Hypnose auch dafür zu nutzen, sie wiederzusehen, endlich daran glauben zu können, dass es nach unserem Tod weitergeht. Alles das hält mich davon ab, zu gehen.

Dann am Donnerstag die erste Erfahrung mit dem Licht oder der Energie. Ich darf die Hypnose bei G. machen und sie gelangt an ihren energetischen Platz. Zum ersten Mal spüre ich eine echte Verbindung zwischen uns und eine Aura oder Energie die uns vereint. Als ich dann selbst hypnotisiert werde, eine ganz andere Erfahrung. Ich sehe nur Fragmente einer Treppe. Der Blick nach oben, bin ich farbenblind? Da ist ein Licht, aber gelb und warm würde ich es nicht bezeichnen. Unten ist nichts. Es nimmt mich total mit und auch nachts im Hotel komme ich nicht zur Ruhe.

Freitag dann erleben wir die ersten beiden SOL Hypnosen. Beide ganz anders und beide sehr beeindruckend. Was dort auf der Liege passiert ist nicht in Worte zu fassen. Und wieder Fremdenergie. Habe ich vielleicht auch Fremdenergie? Nein, das müsste ich merken! Aber Ralf sagt ja, dass man diese auch ohne Hypnose loswerden kann. Abends im Hotel versuche ich es. Irgendwas ist in meinem Bauch, aber vielleicht habe ich auch nur zu viel gesessen. 1-2-3- alle Energie, die nicht zu meinem körpereigenen System gehört, soll transformiert werden. Ich bin nicht so richtig davon überzeugt, dass es so etwas gibt und so wenig überzeugend bin ich auch beim Sprechen.

Samstag dann, ich bin die Erste an diesem Tag. Ich habe mir gewünscht von Gabriele hypnotisiert zu werden. Da habe ich eine Verbindung gespürt.

Ich bin sehr aufgeregt, etwas ängstlich! Auf meiner Brust ist ein Druck! Was kommt jetzt? Sehe ich wirklich etwas von meinem früheren Leben? Sehe ich das Licht der allumfassenden göttlichen Liebe?

Die Einleitung problemlos, das Haus, ja irgendwie ist da was, die Treppe irgendwie anders! Ralf übernimmt! Bin ich überhaupt in Hypnose? Ich glaube ich kann das nicht! Dann Ralfs Stimme und ich kann mich weiter fallen lassen.

Die Stufe zu der Situation die dein heutiges Leben am meisten belastet!

Aber da ist nichts, ich fühle nichts, ich sehe nichts. Enttäuschung bei mir, kein Licht, keine belastende Situation. Vielleicht bin ich ja ein Glückskind und es belastet mich nichts!?

Dann Ralf! Bist du ein liebenswerter liebender Mensch? Ja, ja, ja!

Dann lass die allumfassende Liebe in deinen Körper fließen und spüre diese Liebe. Füße, Beine, Bauch, dann ein Stopp, auch am Kopf ist ein Druck und auf den Schultern ein Gewicht.

Dann meine Stimme, da ist noch etwas anderes! Ich glaube, darauf hat Ralf nur gewartet. Ich zähle jetzt von 1-3 und dann ist alles transformiert, was nicht zu deinem körpereigenen System aus Körper Geist und Seele gehört. 1-2-3

Wir bitten zusammen die göttliche Liebe uns oder mir dabei zu helfen. 1-2-3,- 1,2,3- 1,2, 3 irgendwann nach unzähligen Malen 1, 2, 3, ist das Gefühl von den Schultern und dem Kopf weg,

Aber an den Fingern und Fingerspitzen ist es da, und wenn ich „raus“ brülle und es irgendwo weniger wird, verstärkt es sich den Füßen oder Händen. Geht weg, geht endlich weg. Ich will euch nicht mehr. Bin das ich? Auf einmal wird mir alles klar und es mir egal, ob ich in Tieftrance bin oder nicht. Ich weiß, warum ich nicht fühlen kann oder, anders gesagt, warum ich Liebe nicht annehmen kann, warum ich meinen Körper nicht so mag, wie er ist. Ich weiß nur, dass ich das loswerden will, was nicht zu mir gehört. RAAAAAAAAAAUUUUUUS

Geht weg, geht weg, geht endlich weg!

Panik steigt in mir auf! Was ist, wenn es nicht klappt, was wenn ich diese Energie nicht loswerde. Ralf ist da und ich bitte ihn um Hilfe. Sie halten mich fest. Ralf fragt, wo sie sind und bevor ich ihm antworten kann, ist auch Brigitte an meinen Füssen. Woher weiß sie das? Ralf ist ruhig und schenkt mir Vertrauen! Ich verstehe, warum die Verbindung wichtig ist! Er weiß, dass ich es schaffe. Nun mit dem violetten Flamme von ( Saint Germain) ????? Habe ich noch nie gehört, aber gute Idee! Eine Flamme hat mehr Kraft und ich schicke sie in die Hände und Füße. Es ist immer noch nicht geschafft, aber jetzt merke ich, dass es zu schaffen ist. Du kriegst mich nicht, sage ich. Ich bin stärker, ich bin stärker, ich habe einen eigenen Willen. Ich spiele und fange an zu lachen. Es ist mir egal, wo ihr hingeht, aber ihr bleibt nicht bei mir Die anderen im Raum helfen mir auch , ich bin nicht allein ! Sie sind noch nicht besiegt, aber ich weiß , dass ich es schaffe. Raaaauuuuuussss .

Noch nie konnte ich so brüllen! Immer habe ich mir gewünscht, in den Wald zu gehen und einfach mal alle Sorgen raus zu brüllen. Nie ist es mir gelungen! Wenn ich es versucht habe, dann war es immer halbherzig. Immer habe ich darüber nachgedacht, was andere Menschen darüber denken mögen, auch wenn keiner da war. Jetzt brülle ich, wie noch nie in meinem Leben. Es geht um mich und ich möchte mein Leben leben. Sie haben keine Macht mehr aber zur Sicherheit, noch ein paar mal 1-2-3 und raus. Jetzt kann ich mich entspannen. Ich merke, dass Ralf ergriffen ist! Weint er? Ich komme mir vor, wie nach einem Marathon. Meine Stimme ist rau, der Mund und Hals völlig trocken. Jetzt nur noch der Schutz, dass sie nicht wiederkommen. Ralf spürt das und ich brauche es nicht sagen.

Es ist geschafft! Ich weiß, dass die anderen Dinge, die wir vorher besprochen haben, nicht mehr relevant sind. Sich selbst Fehler gestatten, Liebe zu spüren und annehmen zu können, sich fallen lassen können. alles unwichtig, weil der Grund dafür weg ist! Ich fühle mich frei und völlig unbelastet. Ich lache! Ralf fragt und verankert. Alles ist klar!

Dann die Fragen nach Schuld und Vergebung. Gibt es in deinem Leben noch irgendetwas, wo du dich schuldig fühlst oder möchtest du noch irgendjemand um Vergebung bitten. Ich scanne mein Leben. Auch wenn ich keine Bilder sehe, so sehe ich vor meinen Augen einen schwarzen Streifen, der immer kleiner wird und durch ein warmes Licht ersetzt wird. Vielleicht ist das der Anfang um das Licht nicht nur zu spüren, sondern auch sehen zu können.

Ich stehe auf und fühle mich, wie nach einem Kampf! Alle sehe mich betroffen an und ich sage ich bin wieder da!

Ich weiß immer noch nicht richtig, was Fremdenergie ist bzw. woher sie kommt, aber ich weiß jetzt, dass sie mein Leben belastet hat. Traurig bin ich, dass ich die Erfahrung nicht machen konnte, das göttliche Licht zu sehen und ein Blick auf mein früheres Leben zu haben, damit ich die Gewissheit haben, dass es das wirklich gibt.

In meinen Kindheitstagen habe ich mich sehr intensiv mit Tod und Sterben auseinandergesetzt. Abends bekam ich meistens, wenn ich sehr glücklich war, Angst vor dem Sterben. Die Gewissheit über die Unsterblichkeit der Seele hätte mir noch mehr geholfen.

Ich glaube, die Fremdenergie wollte genau das und hat mir den Blick in mein früheres Leben versperrt. Schade, aber ich bin mir sicher, dass sich das nochmal nachholen lässt!

A. aus Deutschland