Liebe Brigitte, lieber Ralf

Seit dem Intensivkurs im Juni sind schon bald zwei Monate vergangen. Ich musste meine Eindrücke zuerst ein wenig ruhen und wirken lassen und versuche nun, das Erlebte in Worte zu fassen.

Schon seit meiner Kindheit bin ich religiös geprägt und dadurch ziemlich bibelfest geworden. Gott hatte schon immer den wichtigsten Platz in meinem Leben. Mein Dilemma war jedoch, eigentlich hatte ich zwei Götter.

Einen liebenden Vater, dem ich voll und ganz vertrauen konnte, der in Jesus Christus gezeigt hat, was wahre Liebe ist. Doch da war auch ein strafender, zürnender Gott, der die Bösen sogar in die Hölle schickt.

Das war eigentlich mein Lebensthema.

Mehr und mehr glaubte ich an einen Gott der Liebe. Stellen in der Bibel
wie: „Gott ist ein Gott der Liebe, Furcht ist nicht in der Liebe“ oder auch das Kapitel über die Liebe in 1. Korinther 13, (übrigens für mich eines der beiden wichtigsten Kapitel – das zweite ist das erste Kapitel des Johannesevangeliums).

Nun zu meiner Hypnose: Auf der Treppe kam ich nirgendwo an, ich befand mich wie in einem dunklen Nebel. Hinter dem Nebel erkannte ich Licht, das den Nebel mehr und mehr erhellte.

Brigitte holte mich zurück auf den 24. Juni 2018. Mit einem geschickten Frage Antwort Dialog mit meinem Unterbewusstsein wurde mir ganz klar, dass der Ursprung des Lebens allumfassende, bedingungslose Liebe ist, die alles erschafft und durchflutet.

In mir meldete sich die grosse Frage, was ist dann der Sinn des Lebens.

Erst jetzt, während ich diese Zeilen schreibe, wird mir klar, woher diese Frage kam. Nach meinem alten Glauben war ja das Leben auf der Erde so etwas wie eine Strafe für die Ursünde, weil Adam und Eva vom Baum der Erkenntnis gegessen haben.

Brigitte, du batest nun deinen Geistführer Melchisedek zu uns und fragtest mich nach meinem Geistführer. Sofort nannte ich den Namen Ismael. Du gabst nun meine Frage an Ismael weiter. Die Antwort sprach er durch mich: “ Das Leben ist da zur Entwicklung und um Erfahrungen zu machen. – Schuld gibt es nicht.“

Es war so überwältigend. Plötzlich sah ich den Baum der Erkenntnis. Mit Worten kann ich ihn nicht beschreiben, einfach schön, wunderschön. Er beinhaltet alle Möglichkeiten an Erfahrungen die wir machen dürfen. Da war auch die Schlange. Wunderschön, golden, aufrecht, sehr weise aussehend. Dahinter sah ich ein wunderschönes, (hab kein anderes Wort, es war einfach alles wunderschön,) violett grünliches Licht. Ich wusste intuitiv, dass dies Luzifer, (der Engel des Lichts) war. Hinter dem violett grünlichen Licht sah ich nochmals einen wunderschönen rotgoldenen Baum, den Baum des Lebens.

Als ich das Bild so betrachtete, sah ich eine braune Statue, wie aus Ton, in die Tiefe stürzen. Für mich war sofort klar, das ist Satan, er ist eine Gedankenschöpfung ohne Leben.

In jenem Moment war mir einfach alles klar, ohne Fragen. Der Baum der Erkenntnis symbolisiert die grosse Chance, Erfahrungen zu machen. Alle Menschen dürfen Erfahrungen machen, niemand hat das Recht zu richten oder zu urteilen.

Die goldene Schlange symbolisiert die Weisheit, die zur Erkenntnis führt.

Der Baum des Lebens symbolisiert die Liebe, das Sein.

Luzifer zeigt den Weg zur Erkenntnis mit allen Konsequenzen (Ursache und Wirkung), Christus zeigt den Weg der bedingungslosen Liebe (vergib ihnen, denn sie wissen nicht was sie tun), der zum Baum des Lebens führt.

Für mich ist das die Erkenntnis, nach der ich schon mein ganzes Leben lang gesucht habe.

Von Herzen möchte ich euch danken für alles, was ich bei euch erfahren und erleben durfte.

Alles Liebe und Gute und herzliche Grüsse

S. aus der Schweiz